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Böttcher, der: Der Böttcher ist ein handwerklicher Beruf, bei dem Holzgefäße aller Art hergestellt werden. In Bayern und Franken ist er auch als „Küfer“, „Büttner“ und „Schäffler“ bekannt. In Österreich ist das Synonym „Binder“ geläufig. Aber wie kamen Menschen überhaupt auf die Idee, dass man Flüssigkeiten in Behältern aus Holz aufbewahren kann? Man vermutet, dass die Böttcherei ein Kind des Bootsbaus ist. Denn wenn man Flüssigkeit aus einem Behälter heraushalten kann, so kann man sie logischerweise auch darin aufbewahren. Böttcher verarbeiten inzwischen nicht nur unterschiedliche Hölzer zu Fässern, sondern auch Kunststoffe und Metalle, welche im Weinbau, in der Landwirtschaft und in Brennereien verwendet werden. Es erfordert viel Geschick die einzelnen Stäbe für die bauchigen Holzfässer zurecht zu schneiden und in die Setzreifen aus Stahl einzupassen ohne dass Lücken entstehen. Böttcher lagern ihre Hölzer vor der Verarbeitung selbst und kalkulieren anhand von Skizzen den Verkaufspreis für den Kunden. Die Kunst des Böttcherhandwerks soll seit der Zeitenwende existieren und darf sich ohne Zweifel als „historisch“ bezeichnen. Sie hatte ein hohes Ansehen, war es doch dank ihr möglich, Getränke zu konservieren und zu lagern. Der Böttcher ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Trotz unserer schnelllebigen, hochtechnisierten Zeit hat dieser Beruf, der bundesweit einer dreijährigen Ausbildung bedarf, in den vergangenen Jahren durch den Ausbau hochwertiger Weine und Spirituosen einen Aufschwung erhalten. Der alte Zunftberuf erlangt langsam wieder Anerkennung und Ansehen. Gabi Klein Pfälzische Weinkönigin 11.02.2010 |
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